Kognitive Neuro-Psychotherapie

Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit euch das vom Zukunftskolleg der Universität Konstanz unterstützte einjährige Pilot-Projekt zum Thema „Kognitive Neuro-Psychotherapie“ am apb erleben zu dürfen.
In diesem Rahmen bieten wir am apb erstmalig neuropsychologische Diagnostik und Training für eure Patient*innen mit entsprechendem Bedarf an. Zusätzlich könnt ihr im Rahmen Eurer freien Spitze an unseren vier Kurz-Workshops und Intervisionen zum Thema teilnehmen. Bitte beachtet dabei Folgendes:
 
Informationen zur Teilnahme von Patienten
Im Anhang und in Euren apb-Fächern findet Ihr einen Flyer mit einer Kurzinformation für die Patient*innen sowie Kontaktdaten bzw. Sprechstundenzeiten und Termin-Informationen.
Voraussetzungen:
  • Der/die Patien*in ist älter als 18 Jahre
  • Ihr und/oder Euer/Eure Patient*in am apb vermuten, dass möglicherweise Schwierigkeiten mit einzelnen oder mehreren neuro-psychologischen Leistungen vorliegen.
  • Schweigepflichtsentbindung: Die Test- und Trainings-Daten werden an den jeweiligen Psychotherapeuten bzw. Psychotherapeutin weiter gegeben. Für die Studie benötigen wir Angaben zur Diagnose und zur Gruppenfähigkeit. Dazu benötigen wir eine wechselseitige Schweigepflichtsentbindung.
  • Einverständnis: Der/die Patient*in ist motiviert teilzunehmen. Er/sie ist damit einverstanden, dass seine/ihre Teilnehmer-Daten anonymisiert für dieses Uni-Projekt ausgewertet werden  (d.h. wir verwenden für die Weiterverarbeitung der Daten Codes mit denen der/die Teilnehmer*in nicht mehr identifizierbar ist). 
  • Hierzu legen wir euch in den nächsten Tagen eine Einverständniserklärung und eine Schweigepflichtsentbidnung ins Fach, bzw. können diese auf Anfrage auch per email zusenden. Der/die Patient*in bringt die Dokumente dann idealerweise unterschrieben mit zur ersten Sitzung.
  • Gruppenfähigkeit: Für die Trainingsatmosphäre sind ein wertschätzendes Miteinander und das Einhalten von Gruppenregeln sehr wichtig.
  • Einzeltrainings in besonderen Fällen möglich: Für Einzelfälle mit sehr starken Beeinträchtigungen bzw. hauptsächlich Beeinträchtigung in Wahrnehmungsleistungen oder Wachheit oder für die Patient*innen für die ein Einhalten der üblichen Gruppenregeln sehr schwierig ist, bieten wir PC-gestütztes Einzeltraining an (Reha-Com)
Workshops für Therapeuten
Die aktuellen Daten zu den jeweils ca. 2-stündigen Präsenz-Workshops und Infos zur Anmeldung findet ihr hier. Sie sind anrechenbar auf die freie Spitze.
Inhalte:
  1. Theorie zu Aufmerksamkeit und Gedächtnis, praktische Übungen zu neuropsychologischen Tests und Trainings + Intervision und Literaturangaben zum Selbststudium
  2. Theorie zu Wahrnehmung und Exekutive Funktionen, praktische Übungen zu neuropsychologischen Tests und Trainings + Intervision und Literaturangaben zum Selbststudium
  3. Theorie zu Krankheitseinsicht und Kommunikative Störungen, praktische Übungen zu neuropsychologischen Tests und Trainings + Intervision und Literaturangaben zum Selbststudium
  4. Kognitive Neuropsychotherapie als Denkweise + Intervision und Literaturangaben zum Selbststudium
 
KONTAKT (siehe Flyer im Fach oder Infoblatt im Anhang):
Gerne vorab,  falls ihr selbst einen Fall mit neuropsychologischer Fragestellung habt und diesen für die Pilotstudie anmelden möchtet und/oder diesen in einer der Workshops im Rahmen einer Intervision diskutieren wollt.

PROJEKTINFO
Das Pilot-Projekt ist eine Kollaboration zwischen der Universität Konstanz (AG Randerath, Motorische Kognition), den Kliniken Schmieder (D. Klaasen van Husen, Prof. M. Jöbges, Psychotherapeutische Neurologie) und dem Zentrum für Psychotherapie Bodensee (E. Murray, Dr. J. Maier-Karius und J. Matuschek, apb). Am apb wird das Projekt maßgeblich unterstützt durch unsere studentische Mitarbeiterin Lena Eller.
Die oben beschriebenen Angebote richten sich gleichermaßen an Patient*innen mit und ohne neurologischer Vorerkrankung am apb. Motiviert wurde dieses Projekt jedoch vor allem dadurch, dass insbesondere Patient*innen mit neurologischen Vorerkrankungen häufig psychotherapeutische und neuropsychologische Unterstützung im ambulanten Setting benötigen. Sie sind dabei leider mit der Tatsache konfrontiert, dass deutschlandweit ein großer Mangel an entsprechendem ambulantem Fachpersonal vorliegt (z.B. Psychotherapeut*innen mit Zusatzbezeichnung Klinische Neuropsycholog*in).
Mit dieser Sektor-übergreifenden Arbeit möchten wir gerne zu einer Sensibilisierung für die kognitiv-neuropsychologischen Aspekte in der Psychotherapie beitragen.
An dieser Stelle möchten wir uns bereits ganz herzlich für euer Interesse an diesem Projekt bedanken. Wir hoffen, dass sich das Vorhaben langfristig als Impulsgeber herausstellen kann. Über eure Rückmeldungen im Verlauf freuen wir uns sehr. Nur so kann sich ein Pilotprojekt entwickeln.
 
Herzliche Grüße und allen eine schöne Sommerzeit
 
Jennifer Randerath
 

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